Innovative Transformatoren

Patentrecherchen als Wegweiser: Die Luzerner Bächli AG stellt sich auf den aktuellen Innovationsschub in der Trafo-Technik ein.

 

Der Aufzughersteller Schindler, das Maschinenbauunternehmen Müller Martini oder der Schienenfahrzeugproduzent Stadler Rail setzen bei einem zentralen Bauteil ihrer Produkte auf ein Luzerner KMU: die Bächli AG. Das Unternehmen fertigt für die Firmen massgeschneiderte Transformatoren.

In den vergangen zehn Jahren setzte Herbert Bächli, Inhaber des Familienbetriebs vor allem auf Qualität und eine reibungslose Zusammenarbeit mit seinen Kunden, um sich gegen Konkurrenten aus Niedriglohn-Ländern durchzusetzen.

Doch nun bahnt sich eine Wende an, denn immer mehr Abnehmer sind bereit, für besonders energieeffiziente Transformatoren mehr zu zahlen. Deswegen wird Innovation in der Branche zum Thema und damit auch das Innovationsmanagement bei Lieferanten.

Bei diesem Trend will Herbert Bächli vorne dabei sein und liest deswegen regelmässig Marktstudien. Diese liefern allerdings keine konkreten Informationen über die Aktivitäten einzelner Firmen, doch genau daran ist Bächli besonders interessiert. Dabei stehen gar nicht einmal die Pläne direkter Konkurrenten im Mittelpunkt, sondern vielmehr Innovationen bei potenziellen Zulieferern. «Derzeit sind wir vor allem auf der Suche nach Geschäftspartnern, die neue Materialien für den Transformatorenbau entwickeln», erklärt Bächli.

 

Um zu konkreten Aussagen über einzelne Firmen zu gelangen, liess Bächli am IGE eine Patentrecherche durchführen. Sie hat bereits eine wichtige Erkenntnis geliefert: «Andere Transformatorenbauer haben noch keine einschlägigen Patente angemeldet.»

Noch nicht ganz so weit ist das Unternehmen bei der Auswertung hinsichtlich potenzieller Zulieferer. Dies nicht zuletzt, weil die Spurensuche aufwändig ist. Bächli hat eigens einen Wissenschaftler zugezogen, der nicht nur Physiker und Elektroingenieur ist, sondern selbst schon Erfindungen patentiert hat. «Er hat drei interessante Hinweise gefunden, denen wir nun nachgehen», sagt Bächli.

Bisher hat der Unternehmer vor allem beobachtet. Sollte sich allerdings kein Zulieferer für innovative Komponenten finden, will Bächli selbst aktiv werden. Dann wird auch das IGE wieder eine Rolle spielen. Bächli: «Ich kann mir gut vorstellen, dass auch wir einmal ein Patent einreichen.»

 
 
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