Revision des Urheberrechts

Die Piraterie im Internet noch konsequenter bekämpfen: Dies ist ein zentrales Anliegen der Revision des Urheberrechtsgesetzes. Gleichzeitig wird am Grundsatz festgehalten, dass die Konsumenten illegaler Angebote nicht kriminalisiert werden. Zudem soll das Urheberrecht an die technologische Entwicklung angepasst werden, um die Chancen der Digitalisierung besser nutzen zu können. Den entsprechenden Gesetzesentwurf und die Botschaft verabschiedete der Bundesrat am 22. November 2017 zuhanden des Parlaments. Der Entwurf basiert auf einem Kompromiss, der in ausgewogener Weise die zum Teil widerstreitenden Interessen aller Beteiligten berücksichtigt.

 

Anpassung des Urheberrechts ans Internet-Zeitalter

Das Internet hat den Umgang der Gesellschaft mit Kultur fundamental verändert. Filme, Musik, Romane, historische Fotografien und Bücher – von aktuell bis längst vergriffen ist heute online praktisch alles verfügbar. Viele dieser Angebote sind legal, andere nicht. Die Massnahmen zur Pirateriebekämpfung zielen unter anderem darauf ab, die Künstler und die Musik- und Filmbranche besser vor der illegalen Nutzung ihrer Werke im Internet zu schützen.

 

Die Digitalisierung hat, wie jede Medaille, zwei Seiten: Einerseits stellt sie die Kulturschaffenden und die Kulturwirtschaft vor grosse Herausforderungen. Andererseits bietet sie auch völlig neue Möglichkeiten im Umgang mit Kultur und Wissen. Filme und Serien beispielsweise werden nicht länger aus der Videothek bezogen, sondern in digitaler Form über Plattformen im Internet (Video-on-Demand). Hier können sie mittels Streaming direkt angesehen oder für den zeitlich versetzten Konsum heruntergeladen werden. Das Urheberrecht soll deshalb mit verschiedenen Neuerungen an die technologische Entwicklung angepasst werden.

 
 

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