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Hacking für die Maturaarbeit : «Ich wollte herausfinden, ob ich an die Daten herankomme»

ETH-Studentin Samriddhi Singh deckte im Intranet von mehreren Schulen Sicherheitslücken auf. Für ihre Projektarbeit hat sie im Mai am Finale von Schweizer Jugend forscht den IGE-Sonderpreis erhalten.

Samriddhi Singh an den Startup Days in Bern. Foto: IGE

Eine Schülerin verschafft sich Zugang zu sensiblen Daten von 44 Kantonsschulen. Doch Samriddhi Singh handelte nicht kriminell. Alles geschah im Rahmen ihrer Maturaarbeit. Ihr Ziel war es, Sicherheitslücken aufzudecken, bevor andere sie ausnutzen. «Ich wollte herausfinden, ob ich an sensible Daten von Schülerinnen und Schülern herankomme. Das habe ich geschafft», sagt sie. Heute studiert Singh Elektrotechnik an der ETH Zürich.

 

Grosser Lerneffekt

Doch der Hack an der Schule war damals ein völlig neues Gebiet. Statt selbst Software zu entwickeln, suchte sie gezielt nach Schwachstellen in bestehenden Systemen. Mit Open-Source-Tools analysierte sie die Plattform. Doch automatisierte Scans allein reichten nicht aus. Viele Tools meldeten Fehler, die sich später als harmlos herausstellten. Um die Resultate zu überprüfen, tauschte sie sich mit Fachleuten aus mehreren Cybersecurity-Unternehmen aus.

Das Projekt war mit den beteiligten Softwarefirmen und der Schulleitung abgesprochen. Auch persönlich hatte sie einen Bezug zur Plattform – ihre eigenen Daten waren früher dort gespeichert. Schliesslich konnten die Sicherheitslücken geschlossen werden. Die Daten der Schülerinnen und Schüler sind heute besser geschützt.

 

Frühes Interesse für Technik

Die Faszination für Technik treibt Singh auch heute weiter an. Sie nimmt regelmässig an Hackathons teil und konnte dabei bereits mehrfach in verschiedenen Wettbewerbskategorien Auszeichnungen gewinnen. Praktische Erfahrungen sammelt sie mit humanoiden Robotern und Unitree-Quadrupeden, sowohl bei Wettbewerben als auch in eigenen Projekten. Ihr Interesse gilt heute besonders der Verbindung von Robotik und Cybersecurity. Im Rahmen der Nationalen Wettbewerbs von Schweizer Jugend forscht untersuchte sie später mit Erfolg auch eine File-Sharing-Plattform.

 

Neben dem Studium engagiert sich Singh zudem für mehr Frauen in der Tech-Branche. Sie leitet die Non-Profit-Organisation GirlsCanCode. «Wir arbeiten bewusst mit auffälligem Pink», sagt sie. Ziel sei es, Hemmschwellen abzubauen und Technik zugänglicher zu machen.

 

Quelle: Stiftung Schweizer Jugend forscht – Hacking the school's intranet

 

Der IGE-Sonderpreis bestand aus einem Eintritt für die Startup Days in Bern (20. Mai 2026). Am Infostand des IGE konnte Samriddhi Singh  zudem ihre Projektarbeit vorstellen.

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