Albert Einstein und das IGE

Albert Einstein ist der wohl berühmteste Mitarbeiter des IGE. Er begann 1902 im damaligen Eidgenössischen Amt für geistiges Eigentum seine Tätigkeit als «technischer Experte 3. Klasse» und prüfte Erfindungen auf ihre Patentierbarkeit. Darunter wahrscheinlich auch eine Kiessortiermaschine, einen Wetteranzeiger, der durch die Feuchtigkeit der Luft beeinflusst wird, und eine elektrische Typenschiffchen-Schreibmaschine. Für Einstein war das Amt «das weltliche Kloster, wo ich meine schönsten Gedanken ausgebrütet habe». Zum Bedauern seiner Vorgesetzten verliess er das Amt 1909 und übernahm den Lehrstuhl für theoretische Physik an der Universität Zürich.

 

Physiker und Weltenbürger

Bild Albert Einstein an seinem Arbeitsplatz am Eidgenössischen Amt für geistiges Eigentum im Jahre 1904
Albert Einstein an seinem Arbeitsplatz am Eidgenössischen Amt für geistiges Eigentum im Jahre 1904 (Foto: Lucien Chavan, 1868-1942)

Er wurde vom «Time Magazine» zur bedeutendsten Persönlichkeit des 20. Jahrhunderts gewählt und ist wohl der populärste Wissenschaftler überhaupt: Albert Einstein. Er kam am 14. März 1879 in Ulm zur Welt, wuchs in München auf und zog 1895 in die Schweiz, wo er an der ETH Zürich studierte und 1901 eingebürgert wurde. 1905 begann für den gerade erst 26-jährigen eine steile Karriere: Am Eidgenössischen Amt für geistiges Eigentum in Bern tätig, publizierte er im «Wunderjahr» fünf bahnbrechende Arbeiten. Als 30-jähriger wurde er Professor in Zürich und veröffentlichte sieben Jahre später die Allgemeine Relativitätstheorie. Für seine quantentheoretischen Arbeiten erhielt er 1921 den Nobelpreis für Physik und wurde 1933 Professor am Institute for Advanced Study in Princeton (USA), wo er bis zu seinem Tode im Jahre 1955 tätig war. Einstein veränderte nicht nur das Weltbild der Physik, sondern machte sich auch durch seinen Einsatz für Völkerverständigung und Frieden einen Namen.