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Herkunftskriterien für Naturprodukte

Die Herkunft eines Naturprodukts bestimmt sich nach einem der folgenden Kriterien:

  • Mineralische Erzeugnisse. Darunter fallen nicht nur Stein, Kristalle, Salz, Sand oder Kies, sondern auch Mineralwasser. Ausschlaggebend dafür ist der Ort der Gewinnung.
  • Pflanzliche Erzeugnisse. Für Früchte, Gemüse, Pflanzen, Holz usw. ist der Ort entscheidend, an dem sie geerntet werden.
  • Fleisch von Zuchttieren. Das Fleisch von Zuchttieren ist dann schweizerisch, wenn die Tiere den überwiegenden Teil ihres Lebens in der Schweiz verbracht haben.
  • Wild und Fisch. Hier wird die Herkunft nach dem Ort der Jagd bzw. des Fischfangs bestimmt.
  • Andere aus Tieren gewonnene Erzeugnisse. Unter diese Warenkategorie fallen z. B. Milch und Eier. Für solche Erzeugnisse ist der Ort der Tierhaltung ausschlaggebend.


Die Kriterien entsprechen materiell denjenigen des Lebensmittelrechts, soweit Lebensmittel betroffen sind.

Beim Naturprodukt spielt der Selbstversorgungsgrad keine Rolle. Ein Imker darf seinen Honig nur mit einer Schweizer Herkunftsangabe versehen, wenn die oben genannten Voraussetzungen erfüllt sind. Wird der Honig jedoch als Rohstoff für ein Lebensmittel verwendet, kann der Lebensmittelhersteller auf den Selbstversorgungsrad abstellen.